südost Europa Kultur e.V.

Biographie: Bosiljka Schedlich



Bosiljka Schedlich wurde 1948 in Split geboren. Sie ist Mutter von zwei Kindern und mittlerweile auch Großmutter.

Ihre Kindheit verbrachte sie in einem Bergdorf, ihre Jugendzeit in einem Industrieort an der Adriaküste. 1968 ging sie als Gastarbeiterin nach Westberlin, studierte Germanistik, leitete ein Wohnheim für jugoslawische Frauen und arbeitete als beeidigte Gerichtsdolmetscherin.

In den 80-er Jahren gründete sie in Berlin zwei Beratungs- und Begegnungsstätten für jugoslawische Frauen. Sie führte Weiterbildungs- und Kulturseminare zur Beförderung der Integration durch.

1987, organisierte sie zur 750-Jahrfeier Berlins unter dem Titel „Der Weg - jugoslawische Frauen in Berlin“ eine Ausstellung. Sie fand in der Öffentlichkeit große Beachtung und wurde in vielen deutschen und jugoslawischen Städten gezeigt.

1991 gründete sie den Verein südost Europa Kultur e.V. 1992 wurde das südost Zentrum eröffnet als Ort der Begegnung mit dem Ziel, durch Kulturarbeit der Kriegspropaganda entgegenzuwirken. Das Zentrum ist Anlaufstelle für Kriegsflüchtlinge verschiedener ethnischer Herkunft, in dem viele Berliner helfen, beraten und ausbilden. Dort werden traumatisierte Menschen therapeutisch betreut. Das Engagement von südost für das Bleiberecht der traumatisierten Flüchtlinge trug Umdenken der Innenminister der Länder bei und beeinflusste positiv den Rechtsstatus dieser Gruppe.

In Projekten für Menschenrechte und Demokratie werden in Südosteuropa internationale Begegnungen durchgeführt und selbstständige Initiativen aufgebaut. Minderheitenrechte, insbesondere der Roma, werden durch Einschulung der Kinder und Öffentlichkeitsarbeit gestärkt.

Die Arbeit wurde gewürdigt und ausgezeichnet mit:

der Luise Schröder Medaille für den Verein,
dem Moses-Mendelssohn-Preis (1998) des Landes Berlin und
dem Bundesverdienstkreuz am Bande (2000) für Bosiljka Schedlich.


Visionen


" Frieden ist keine Totenstille. Frieden ist der Weg zum Zusammenleben ohne Gewalt und ohne Kriege. Der Zweite Weltkrieg wird jetzt, nach 60 Jahren, langsam zu Geschichte. Viele haben von außen die Entwicklung unserer demokratischen Gesellschaft unterstützt. In Südosteuropa, werden die Geschichten noch lange leben.
Um den Friedensprozess und die europäische Einigung langfristig zu unterstützen, gründen wir gerade eine Stiftung. Sie will durch Vermittlung kultureller Inhalte Selbständigkeit, Toleranz und Übernahme von Verantwortung in allen Lebensbereichen fördern und neue Orte der Begegnung schaffen. Mit Spenden haben zwei Freunde den Anfang gemacht, jetzt brauchen wir viel Unterstützung."

 




Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft; BLZ:100 205 00; KN: 333 87 01; Stichwort: Stiftung für Südosteuropa


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