Basierend auf der Idee der Rolle des Gedenkens entstand im Laufe der letzen Jahre im südost Zentrum in der Großbeerenstr. 88 eine Nähwerkstatt. Zu Beginn hatten vor allem bosnische Frauen Taschentücher mit den Namen von im Krieg getöteten Angehörigen bestickt und verziert. Die so bestickten Tücher werden von der Künstlerin Anna Braegger zu der immer größer werdenden „Rolle des Gedenkens“ zusammengefügt.
Darüber hinaus erlernen Frauen unterschiedlicher Herkunft (im Rahmen von Beschäftigungsmaßnahmen mit dem Jobcenter Friedrichshain–Kreuzberg) verschiedenen textile Fähigkeiten:
.: Einführung in einfache Patchwork–Techniken und das Quilten von Stoffen
.: Übungen mit verschiedenen Sticktechniken und Materialien
.: Einfache Reparaturen und Änderungen für die Frauen und ihre Familienangehörigen (vor allem Kinderbekleidung)
.: Nähen für den eigenen Haushalt (z.B. Nadelkissen, Topflappen, Kissen, Vorhänge, Tischdecken, Hussen, Schürzen)
.: Nähen von Kleidung nach Schnittmuster
.: Herstellen von Kinderspielzeug wie z.B. Bälle aus Stoffresten für Babys und Kleinkinder oder Puppen aus Naturmaterialien
.: Stricken und Häkeln
.: Herstellen von Socken und Hausschuhen aus Wolle
Inzwischen stehen der Nähwerkstatt 12 Nähmaschinen, ein großer Tisch zum Zuschneiden, ein Bügelbrett mit Bügeleisen und diverse Stoffe und Materialien in 2 zwei miteinander verbundenen Räumen zur Verfügung.
Die in unserer Nähwerkstatt erlernten und hergestellten Dinge sind nur für den Eigenbedarf bestimmt. Die Frauen, die in die Nähwerkstatt kommen, haben meist große Familien mit vielen Kindern. Durch die hier erlernten Fähigkeiten können sie ihre Familien unterstützen und Techniken erlernen, ihre Lebenssituation eigenständig zu verbessern.
Außerdem treffen sie hier auf andere Frauen, tauschen sich aus und erleben einen Arbeitsalltag, der ihnen Kontakte und Impulse verschafft.
Kontakt
Gordana Gunić und Karin Rinsky, Tel. 030 253 77 99 11/15