südost Europa Kultur e.V.

Café am Mittwoch


Mittwoch   28. Mai 2008   17.00 Uhr

I. Etage

Zwei Frauen erzählten diesmal im Café am Mittwoch über ihre Kriegserlebnisse.

Ingrid Lottenburger, wurde geboren 1933 in Berlin als Tochter einer Deutschen und eines Franzosen. Von 1943-1945 lebte sie in Liberec (Liberk, Reichenberg im „Reichsgau Sudetenland“), der Heimatstadt ihrer Mutter. Vor dem Ende des Weltkrieges war sie mit ihrer Mutter und ihren drei Geschwistern drei Monate auf der Flucht nach Berlin. Das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der FU Berlin finanzierte sie durch Arbeit bei AEG und Siemens und arbeitete 40 Jahre in Betrieben und als Berufsschullehrerin.
Für die Grünen saß sie im Berliner Abgeordnetenhaus. Seit langem setzt sie sich intensiv für tschechisch-deutsche Versöhnung ein.

Ljubinka Petrović–Ziemer, 1969 in Bosansko Petrovo Selo (bei Banja Luka, Bosnien) geboren, verbrachte ihre Kindheit bei ihren Eltern in Fulda (Hessen), bis sie 1984 nach Bosnien zurückkehrte und in Doboj das Gymnasium abschloss. Studium der Anglistik und Germanistik in Osijek (Kroatien), Trier und London, Promotion. Die Kriegszeit erlebte sie als serbische Studentin in Kroatien. 1993–1995 Lehrerin in Fulda, danach Übersetzerin und Beraterin in Friedensprogrammen tätig. 2003–2005 Lektorin für Philosophie und Germanistik in Sarajevo (Bosnien). Literaturwissenschaftliche Veröffentlichungen. 1998 war sie Mitgründerin der Vereinigung für interreligiöse Friedensarbeit abraham in Sarajevo.

Das Gespräch führt Bosiljka Schedlich | Bildergalerie |